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Infos zum Tennisschläger

Tennisschläger, was ist das eigentlich!?

Ein Tennisschläger ist ein Sportgerät, das zum Schlagen eines Tennisballs verwendet wird. Er besteht aus einem Schlägerkopf, in den Saiten gespannt sind, dem Schlägerherz und einem Schaft mit Griff.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Schlagflächen-Größe

Die Hersteller bieten Tennisschläger mit verschieden großen Schlagflächen an. Die Größe der Schlagfläche beeinflusst die Kontrolle und die Ballbeschleunigung. In der Regel gilt: Je kleiner die Schlagfläche, desto mehr Kontrolle, je größer die Schlagfläche, desto mehr Beschleunigung (beides hängt mit dem so genannten Trampolineffekt zusammen). Die Größen von Schlägerflächen lassen sich in drei Kategorien einteilen:

  1. Midsize: 548 bis 593 cm² bzw. 85 bis 92 in².
  2. Midplus: 613 bis ca. 645 cm² bzw. 93 bis ca. 105 in²
  3. Oversize (OS): 678 bis über 741 cm² bzw. 106 bis über 116 in² 

Je größer die Schlagfläche ist, desto größer wird auch der so genannte Sweetspot. Als Sweetspot wird die optimale Trefferzone eines Schlägers auf dem Saitenbett bezeichnet. Hier wird die höchste Beschleunigung mit dem geringsten Kraftaufwand erreicht (Trampolineffekt). Im Sweetspot sind die durch den Aufprall des Balls hervorgerufenen Vibrationen im Schläger am geringsten. Außerhalb dieser Zone getroffene Bälle lassen sich schlecht kontrollieren, verlieren an Präzision und Tempo.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Saitenbett/Saitenbild

Das Saitenbild, also das Verhältnis von Quer- zu Längseiten, beeinflusst die Spieleigenschaften eines Schlägers. Grob unterschieden werden so genannte offene und geschlossene Saitenbilder. Bei einem offenen Saitenbild ist der Abstand zwischen den Saiten größer, bei einem geschlossenen enger.

Spieler die viel Spin (Drall) oder Slice (angeschnittene Bälle) einsetzen, werden ein offenes Saitenbild bevorzugen. Hier kann der Ball tiefer in das Saitenbett eindringen und sich der Spin lässt sich leichter auf den Ball übertragen. Durch den höheren Trampolineffekt erhöht sich zudem die Beschleunigung.

Ein geschlossenes Saitenbild erhöht im Gegenteil die Kontrolle und verlängert die Haltbarkeit der Saite, da sich mehr Saiten die Belastung teilen. Ein Beispiel für ein offenes Saitenbett ist eine Besaitung mit 16 Längs- und 19 Quersaiten (kurz: 16x19), für ein geschlossenes Saitenbild eine Besaitung mit 18 Längs- und 20 Quersaiten (kurz 18x20). Seltener sind "extreme" Saitenbilder wie 16x18 oder18x18. Manche Hersteller bieten Rackets gleicher Modellreihe mit verschiedenen Saitenbildern an, um jedem Spieler das passende Racket anbieten zu können.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Rahmenhärte

Grundsätzlich: Ein weicher Schaft ist armschonender als ein harter. Er schont die Gelenke, da Vibrationen des Schlägers, häufig hervorgerufen durch ungenaues Treffen des Balls, kaum auf den Schlagarm übertragen werden - die Gefahr eines "Tennisarms" wird reduziert. Andererseits kann ein versierter Spieler mit einem harten Schaft wesentlich präziser und kontrollierter spielen, besonders bei harten Schlägen. Hier hat der weiche Schaft Schwächen: Bei kraftvollen Schlägen wie dem Aufschlag gibt der Schläger nach und kann so nicht den nötigen Druck aufbauen.

Als Maßstab für die Rahmenhärte wird der so genannte RA-Wert (Steifigkeit von 0-100) herangezogen. Hohe RA-Werte (über 70) kommen oft bei Oversize-Schlägern vor. Denn ein steifer Rahmen nimmt weniger Energie vom Ball auf und erzeugt im Gegenzug mehr eigene Power. Auch der Sweetspot vergrößert sich mit zunehmender Steifigkeit. Rahmen für technisch gute Spieler, die ihre eigene Power erzeugen können, können weicher sein (RA-Wert unter 70). Sie brauchen keine Unterstützung bei der Ballbeschleunigung, profitieren aber von der besseren Kontrolle und einem Plus an Komfort.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Griffstärke

In der Regel bieten die Hersteller fünf unterschiedliche Griffstärken an. Es gibt zwei Bezeichnungsmethoden, das europäische (L-System) und die Messung des Griffumfangs in Inches.

L 1 = 4 1/8 inches = 105 mm
L 2 = 4 1/4 inches = 108 mm
L 3 = 4 3/8 inches = 111 mm
L 4 = 4 1/2 inches = 114 mm
L 5 = 4 5/8 inches = 118 mm

Der Griff darf weder zu groß noch zu klein gewählt werden. In beiden Fällen droht die Hand sonst zu verkrampfen, was zum "Tennisarm" führen kann. Hier heißt es testen und ausprobieren. Der Schläger darf keinesfalls in der Hand rutschen (zu dünner Griff) oder die Bewegung des Handgelenks einschränken (zu dicker Griff). Achtung: Trotz einheitlicher Bezeichnung unterscheiden sich die Griffstärken von Hersteller zu Hersteller etwas! Liegt man zwischen zwei Griffstärken, sollte man die die kleinere Griffstärke wählen. Fehlender Umfang lässt sich dann einfach mit einem dickeren Basisgriffband oder Überbändern (Overgrips) ausgleichen (siehe Produktmerkmal Griffband). Es gibt auch Schrumpfschläuche, die über den Griff gestülpt und erhitzt den Griff um eine Stärke dicker machen.

 

Zuletzt aktualisiert am 15.12.2015 von Rene Wilcken.

Overgriffband

Overgriffbänder gibt es zwischen 0,38 - 0,75 mm Dicke

Zuletzt aktualisiert am 15.12.2015 von Rene Wilcken.

Basisgriffband / Grundgriffband

Basisgriffbänder gibt es zwischen 1,40 mm (Wilson Fatherthinn Griffbänder und 2,2 mm (Gamma-Basisgriffband).
In der Regel haben Ledergriffbänder (Head YouTek G Prestige Pro) 1,6 mm
Die restlichen Synthetischen Basisgriffbänder haben in der Regel um die 1,8 mm Dicke...

Durch die Variationsmöglichkeiten und die Toleranzen kann man bei der Griffstärke schon ziemlich variieren.

 

PS:

Danke an Sigi

www.dls-expert.de

Zuletzt aktualisiert am 15.12.2015 von Rene Wilcken.

Die richtige Griffstärke - Perfekte Größe - Perfekter Sitz - Maximaler Komfort!

Die Wahl der richtigen Griffstärke ist so wichtig, wie die Wahl des Schlägermodells.
Dabei werden im Erwachsenenbereich 5 Griffstärken unterschieden.
Maßeinheiten:

L 1 = 4 1/8 inches = 105 mm
L 2 = 4 1/4 inches = 108 mm
L 3 = 4 3/8 inches = 111 mm
L 4 = 4 1/2 inches = 114 mm
L 5 = 4 5/8 inches = 118 mm

Als Entscheidungsgrundlage können Sie folgende Faustformel verwenden:
Beim Umschließen des Griffs sollten die Fingerkuppen den Handballen nicht berühren. Ideal ist ein Abstand von Fingerkuppen und Handballen von 10 mm

Männer wählen zu 65% Griffstärke 3 und 20% bevorzugen Griffstärke 2.
Frauen hingegen tendieren am ehesten zu Griffstärke 2. Letztlich bleibt die Wahl der richtigen Griffstärke allerdings eine rein subjektive Entscheidung.

Ein Vorteil einer tendenziell zu kleinen Griffstärke liegt auch darin, dass Sie durch das Aufbringen eines Overgrips den Griff dicker machen können.

Tipp: Die Tendenz geht eher in Richtung kleinerer Griffstärken. 

Zuletzt aktualisiert am 15.12.2015 von Rene Wilcken.

Bespannung

Tennisschläger werden in der Regel mit Saiten bespannt verkauft. Dabei lassen sich grob Kunststoff- oder Naturdarmsaiten unterscheiden. Neben den Materialien kommen auch verschiedenste Konstruktionsweisen zum Einsatz, die sich alle auf die Spielweise auswirken. Die Saite hat mindestens genauso viel Einfluss auf das Spiel als der Rahmen. Das Angebot an Saiten auf dem Markt ist riesig. Umso wichtiger ist es, die richtige Saite für das eigene Spiel zu finden. Dazu ist es wichtig, die eigene Spielweise mit Stärken und Schwächen zu analysieren und dann mit dem Besaiter eine geeignete Saite auszuwählen. Dabei lassen sich Saiten unterschiedlichen Materials kombinieren und verschieden stark spannen. Für Anfänger und Spieler unterer Klassen mag es ausreichen, sich zwischen einer der zwei Saiten-Hauptkategorien zu entscheiden. Dabei gilt die Faustregel: Je besser die Spieleigenschaften, desto höher der Saitenverschleiß.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Naturdarmsaiten (Natural Gut)

Diese Saiten werden aus Kuhdärmen hergestellt und sind ab rund 25 Euro als Set erhältlich (ein Set besteht aus Längs- und Quersaiten). Die Vorteile sind ein natürliches Spielgefühl und Kontrolle, Elastizität, gute Spannungsstabilität und Armschonung. Die Saiten sind nahezu transparent und haben eine glatte Oberfläche. Vorsicht ist bei günstigen Darmsaiten geboten, die etwa aus Schafsdärmen hergestellt werden. Die Spielbarkeit und Haltbarkeit sind meist unzureichend. Bei Naturdarmsaiten ist zu beachten, dass sie empfindlich auf Temperatur und Feuchtigkeitsschwankungen reagieren. Interessant sind sie vor allem für Spieler hoher Klassen und Profis.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Kunststoffsaiten

Dieser Saitentyp ist heute weiter verbreitet als die Darmsaite. Zum einen sind Kunsstoffsaiten preisgünstiger, zum anderen geben sie dem Spieler neue Optionen, sein Spiel zu verbessern.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Nylonsaiten

Der am häufigsten verwendete Saitentyp. Diese Saiten sind sehr günstig (ab 1,50 pro Set) und bestehen meist aus einem Nylonkern mit einer oder mehreren Ummantelungen. Die Spieleigenschaften sind stark von der verwendeten Saite abhängig. Poly-Saiten halten relativ lange, neigen aber zum Spannungsverlust. Interessant vor allem für preisbewußte Spieler.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Polyestersaiten (Polys)

Diese Saiten sind monofil (aus einem Strang ) aufgebaut und sind mit einer dünnen Beschichtung versehen. Es gibt sie in verschiedenen Stärken (Durchmesser 1,10 bis 1,35 mm), was die Spieleigenschaften beeinflusst. Dünne Seiten geben Drall besser an den Ball weiter als dicke. Die Preise für ein Set liegen zwischen zwei und 15 Euro. Polys sind sehr haltbar und witterungsbeständig, sind aber recht schnell "totgespielt". Die Spieleigenschaften hängen hauptsächlich mit der Saitendicke und der Spannhärte zusammen. Polys sind wenig elastisch und deshalb nicht für Spieler mit Armproblemen geeignet. Es gibt allerdings auch so genannte Softpolys (Co-Polyestersaiten), die etwas elastischer sind. Polys bieten das beste Preis/Leistungsverhältnis und sind deshalb für Spieler mit hohem Saitenverschleiss interessant (etwa Topspin-Spieler).

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Multifilament-Saiten (Multifils)

Wie der Name andeutet, bestehen diese Seiten aus mehreren Einzelseiten. Diese sind je nach Hersteller unterschiedlich miteinander verdreht und/oder um einen Kern gewickelt und ummantelt. So wird versucht den Spiel- und Komforteigenschaften einer Darmsaite möglichst nah zu kommen. Ist der Schutzmantel einmal durchgescheuert, fasern die Saiten aus und reißen relativ schnell. Die Preise pro Set liegen zwischen fünf und 25 Euro.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Die richtige Besaitung

Die Saitenwahl spielt in nahezu jeder Racketsportart eine wichtige Rolle. Auch wenn manche Sportler nur von einem psychologischen Vorteil sprechen, so ist es im Tennis doch eine Wissenschaft für sich, wenn es heißt, wie bespanne ich meinen Schläger neu.

Für den Freizeit- und Gelegenheitsspieler spielt die Schlägerbespannung nicht die große Rolle. Sie kümmern sich meist erst nach Jahren bzw. wenn die alte Bespannung gerissen ist nach Ersatz. Beim Fachberater bekommt er dann die ungeliebten Fragen zu hören: Welche Saite hätten sie denn gern? Welchen Härtegrad spielen sie? Und so weiter. Meist steht der Spieler mit Fragezeichen über seinem Kopf im Geschäft und denkt kurzzeitig über Fliehen nach.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Wieso ist die Wahl der Besaitung so wichtig?

Die Besaitung macht einen enormen Anteil der Leistung Ihres Tennisschlägers aus. Nicht wenige sind der Meinung, dass die Wahl der Besaitung wichtiger sei, als die Wahl des Schlägers. 

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Welche Faktoren spielen bei der Besaitung eine Rolle?

Grob unterteilt gibt es 3 wichtige Faktoren. Der erste Einflussfaktor ist die Wahl der Besaitungshärte, der zweite Faktor ist der Durchmesser der Saite und der dritte Faktor ist die Konstruktionsart der Tennissaite.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Welchen Einfluss hat die Besaitungshärte auf meinen Tennisschläger?

Tennisschläger werden in der Regel mit einem Zuggewicht von 22 bis 30 Kilo bespannt. Die Spieleigenschaften Ihres Tennisschlägers werden massiv von der Besaitungshärte beeinflusst. Ein hart besaiteter Schläger sorgt für Kontrolle und Präzision. Eine weiche Besaitung dagegen für mehr Geschwindigkeit und Ballgefühl.

 

22-24 Kilo

25-27 Kilo

28-30 Kilo

Power

viel

mittel

wenig

Kontrolle

wenig

mittel

viel

Haltbarkeit

viel

mittel

wenig

Ballgefühl

viel

mittel

wenig

Armschonung

viel

mittel

wenig

 
Doch welche Besaitungshärte nun die richtige für Sie ist, kann Ihnen dennoch niemand mit Bestimmtheit vorhersagen, da Empfindungen stets subjektiv sind. Es gibt Profis, die mit einer Besaitungshärte von 19 Kilo spielen und andere mit einer Härte von weit über 30 Kilo. Es sogar schon vorgekommen, dass Profis über Ihre Karriere verteilt Schwankungen von bis zu 10 Kilo in der Wahl Ihrer Besaitungshärte aufwiesen.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Welchen Einfluss hat der Saitendurchmesser?

Tennissaiten gibt es mit Durchmessern von 1,10mm bis 1,40mm. Je dünner eine Saite ist, desto höher die Beschleunigung und das Gefühl. Je dicker, desto haltbarer ist die Saite.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Welche Arten von Tennissaiten gibt es?

Grundsätzlich kann man 4 Arten von Tennissaiten unterscheiden. Dieses sind Naturdarmsaiten, Polyestersaiten, Nylonsaiten und Multifilamentsaiten. Die drei letztgenannten Saitenarten werden häufig unter dem Begriff Kunstsaiten zusammengefasst.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Naturdarmsaite

Als der Tennissport vor über 100 Jahren geboren wurde, verwendete man Kuhmägen zur Besaitung der Tennisschläger. Das hört sich für den Laien lustig an - aber die Darmsaite wird bis heute so hergestellt. Für die aufwändige Produktion einer einzigen Naturdarmsaite werden bis zu 4 Kuhmägen benötigt. Das erklärt auch den relativ hohen Preis der Naturdarmsaite. Dafür ist die Darmsaite nach wie vor unerreicht in Sachen Elastizität und Spannkraft. Sie vermittelt ein sagenhaftes Feeling und bietet bestmögliche Armschonung. Dadurch eignet sich die Darmsaite besonders für Spieler, die viel Komfort suchen. Aber auch nahezu jeder Profispieler verwendet Naturdarm - heutzutage zumeist als Hybrid.

Bekannte Vertreter: Babolat VS, Wilson Natural Gut

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Polyestersaite

Polyestersaiten sind einfach konstruiert und bestehen im Wesentlichen aus einer einzigen Faser. Häufig wird dieser einzelne Strang noch von einer speziellen Beschichtung ummantelt. Daher werden Polyestersaiten auch Monofilament-Saiten genannt. Die einfache Struktur der Saite sorgt für ein hartes Feeling und lange Haltbarkeit der Saite. Der Qualität der Besaitung ist diese Eigenschaft aber nicht unbedingt zuträglich. Denn Polyestersaiten verlieren sehr schnell an Elastizität, wodurch die Besaitungshärte schnell abnimmt. Polyestersaiten sind vor allem bei Turnier- und Mannschaftsspielern beliebt, weil sie relativ günstig sind und für einen gewissen Zeitraum sehr gute Spieleigenschaften besitzen. Daher sind Poly-Saiten hervorragend geeignet für Spieler mit hohem Saitenverschleiß. Grade die Qualität von Polyestersaiten ist in den letzten Jahren stark verbessert worden. Die Beimischung von neuen Materialien und verbesserte Ummantelungen sorgen für erhöhte Elastizität.

Bekannte Vertreter: Babolat Hurricane, Signum Pro Poly Plasma.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Nylonsaite

Nylonsaiten sind aufgrund der Materialbeschaffenheit von Nylon sehr gut geeignet für die Herstellung von Tennissaiten. Nylon bietet von Grund auf eine relativ hohe Elastizität. Der Saitenaufbau von Nylonsaiten ist in der Regel nicht besonders aufwendig, aber zumeist komplexer als der Aufbau von Poly-Saiten. Die Spieleigenschaften sind entsprechend etwas komfortabler. Mit ihrer durchschnittlichen Haltbarkeit ist die Nylonsaite die richtige Wahl für den Durchschnittsspieler. Grade im Bereich der Nylonsaiten gibt es erhebliche Unterschiede in den Saiten. Die Standart-Nylonsaite ist wenig empfehlenswert, die etwas aufwendigeren Saiten hingegen kommen an die Spieleigenschaften einer Multifilamentsaite schon sehr nah.

Bekannte Vertreter: Prince Tournament, Wilson Sensation

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Multifilament-Saite

Die Multifilamentsaite kommt den idealen Spieleigenschaften der Naturdarmsaite am nächsten. Die Konstruktion der Saite ist extrem aufwendig. Hier werden viele Saitenstränge (Filamente) mit teilweise unterschiedlichen Filamentdurchmessern miteinander verwoben und ineinander verdrillt. Dadurch erhält die Saite nicht nur enorme Elastizität, sondern vermittelt zudem sehr viel Ballgefühl. Auch die Armschonung dieser Saitenart hat gegenüber Poly- und Nylonsaiten starke Vorteile. Die Haltbarkeit einer solchen Tennissaite ist im Verhältnis zu den hervorragenden Spieleigenschaften ausgezeichnet. Aufgrund der aufwendigen Konstruktion ist die Multifilamentsaite relativ teuer und eignet sich daher besonders für Tennisspieler, die einen hohen Anspruch an ihr Spielgerät haben.

Bekannte Vertreter: Technifibre X-One BiPhase, Wilson NXT

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Megatrend Hybrid-Saite

Unter Hybrid versteht man die Kombination unterschiedlicher Saitenarten, um die Vorteile der unterschiedlichen Saiten miteinander zu verbinden. Für die Längssaite empfiehlt es sich eine haltbare Saite zu wählen. Denn in der Regel ist es aufgrund der Stärkeren Bewegung und der daraus resultierenden Reibung, die Längssaite die zuerst reißt. Für die Längssaiten werden gerne Polysaiten oder Darmsaiten benutzt. Die Quersaite hingegen sollte möglichst elastisch sein und ein gutes Spielgefühl vermitteln. Hier wird gerne auf die Qualitäten einer Darmsaite, oder einer Multifilamentsaite gesetzt. Der große Vorteil einer Hybridsaite ist also, dass die vorteilhaften Eigenschaften der unterschiedlichen Saiten zu einer Saite verschmelzen, die hervorragende Spieleigenschaften und ausgezeichnete Haltbarkeit auszeichnet. Es gibt nahezu unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten für Hybridsaiten, denn theoretisch kann man jede Saite mit einer anderen Saite kombinieren.
Bekannte Vertreter: Wilson Champions Choice (Roger Federer) Wilson Natural Gut (längs) / Big Banger Alu Power (quer)

 

Power

Elastizität

Ballgefühl

Armschonung

Haltbarkeit

Naturdarmsaite

sehr gut

sehr gut

sehr gut

sehr gut

befriedigend

Polyestersaite

gut

ausreichend

gut

ausreichend

sehr gut

Nylonsaite

befriedigend

befriedigend

befriedigend

befriedigend

befriedigend

Multifilamentsaite

gut

gut

gut

gut

gut

Hybridsaite

individuell

individuell

individuell

individuell

individuell

 
Fazit: Die schier unendlichen Kombinationsmöglichkeiten der Besaitung, angefangen von der Besaitungshärte über den Saitendurchmesser, die Saitenwahl bis hin zur Hybridsaite, machen das Besaiten zu einer Wissenschaft für sich. Das einzige unumstößliche Fazit kann daher nur heißen: Probieren geht über studieren.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Topspinseiten

Diese Seiten haben eine strukturierte Oberfläche, um den Drall besser auf den Ball übertragen zu können. Für kurze Zeit ist die Kontrolle mit diesen Saiten sehr gut, die Struktur trägt sich jedoch schnell ab.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Hybrid-Besaitung

Bei einer Hybrid-Besaitung sind Längs- und Quersaiten verschieden. Der Vorteil: Die Längsseiten werden beim Ballkontakt ungleich stärker bewegt und damit höher beansprucht als die Querseiten. Reißfestere Seiten längs und elastische quer wirken dem erfolgreich entgegen. Viele Hersteller bieten fertige Hybridsets an, aber auch dem eigenen experimentieren sind keine Grenzen gesetzt. Besser lässt sich die Bespannung nicht auf die individuellen Bedürfnisse einstellen.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Balance

Man unterscheidet zwischen kopflastigen, grifflastigen und ausgewogenen Schlägern. Der Schwerpunkt lässt sich grob bestimmen, indem man den Schläger auf einem ausgestreckten Finger balanciert. Befindet sich der Schwerpunkt näher zum Schlägerkopf, ist der Schläger kopflastig, liegt er in der Mitte, ist der Schläger ausgewogen, liegt er näher zum Griff, ist er folgerichtig grifflastig.

Da die Standardlänge eines Tennischlägers 69 cm beträgt, hat ein ausgewogener Schläger einen Schwerpunkt von etwa 33 cm, gemessen von der Griffkappe. Schläger mit einer Balance zwischen 32 cm und 30 cm gelten als grifflastig, Schläger mit einer Balance über 33 cm als kopflastig. Viele Hersteller vermerken die Balance auf den Schlägern selbst oder in Spezifikationen in Katalogen. Die Balance hat, neben der Größe der Schlagfläche und dem Gewicht, starken Einfluss auf die Spieleigenschaften eines Schlägers. Es lässt sich keine allgemein gültige Aussage darüber treffen, welche Schlägerart den anderen vorzuziehen ist; vielmehr hängt die Wahl der Balance vom Spielertyp und dessen Fertigkeiten ab.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Kopflastiger Schläger

Spieler mit einem kurzen kompakten Schwung, die die nötige Kraft zur Ballbeschleunigung nicht selbst aufbringen können, greifen gern zu kopflastigen Schlägern. Die erhöhte Masse im Schlägerkopf überträgt einen höheren Impuls auf den Ball, als dies bei ausgewogenen oder grifflastigen Schlägern der Fall ist. Der hohe Druck, mit dem Schläge ausgeführt werden können, macht sich besonders beim Grundlinienspiel und bei Aufschlägen bemerkbar. Allerdings verfügen kopflastige Schläger nur über eine mäßige Kontrolle und Präzision. Das gilt auch deshalb, weil kopflastige Schläger meist große Oversize-(Großkopf-)Schlagflächen ab 678 Quadratzentimeter (cm²) bzw. 106 square inch (in²) (siehe Produktmerkmal Schlagflächen-Größe) und ein insgesamt geringes Gewicht (bis 280 Gramm) haben. Kopflastige Schläger sind vor allem für Freizeit- und Hobbyspieler, Junioren und Senioren interessant, die von ihrem Racket Unterstützung zur Ballbeschleunigung erwarten.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Grifflastiger Schläger

Technisch und körperlich starke Spieler greifen häufig zu grifflastigen Schlägern. Die Hauptmasse liegt hier im Schaft bzw. Griff, also nahe der Schlaghand. Die Beschleunigung des Schlägers erfolgt hauptsächlich durch die lange und schnelle Schwungbewegung. Grifflastige Schläger verfügen über kleinere Midsize oder Midplus-Schlagflächen, damit eine gute Kontrolle und sie haben meist eine höheres Gewicht (ab 310 Gramm), um die Schwungmasse zu erhöhen. Der Schlägerkopf reagiert unmittelbarer, lässt sich schneller bewegen. Besonders positiv macht sich dies bei geblockten Schlägen (etwa beim Service-Return bzw. Rückschlag des Aufschlags) und beim Volley (Flugball) bemerkbar. Deshalb ist dieser Schlägertyp bei Doppelspielern sehr beliebt. Im Grundlinienspiel baut ein grifflastiger Schläger dagegen deutlich weniger Druck auf als ein kopflastiger. Dieses Beschleunigungsdefizit muss durch gute Schlagtechnik (langer, schneller Schwung) ausgeglichen werden, wodurch grifflastige Schläger für Anfänger eher ungeeignet sind.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Ausgewogener Schläger

Ausgewogene Schläger gelten als Kompromiss zwischen kopf- und grifflastigen Schlägern und sind als Allroundschläger für ambitionierte Spieler konzipiert. Die meisten Schläger im Handel fallen in diese Kategorie. Sie vereinen eine gute Ballbeschleunigung mit ausreichender Kontrolle, ohne dabei in bestimmten Spielsituationen besonders herauszuragen. Ausgewogene Schläger sind meist mittelschwer (290-310 Gramm) und haben mittelgroße Midplus-Schlagflächen (zwischen 613 und 645 cm² bzw. 95 und 105 in²).

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Gewicht

Das Gewicht eines Schlägers verhält sich meistens gegensätzlich zur Größe seiner Schlagfläche. So haben Oversize-Schläger selten ein Gewicht über 280 Gramm, damit auch weniger kräftige Personen und Anfänger den Schläger noch Schwingen können. Die kleineren "Kontrollschläger" haben dagegen häufig eine höheres Gewicht, deutlich über 300 Gramm, denn hier bringt der lange, schnell Schwung ausreichend Bewegung in die Masse. Schwere Schläger bieten ein "satteres" Spielgefühl, sind für Menschen mit Schulter- oder Armproblemen ("Tennisarm") nicht zu empfehlen. Als Faustregel gilt dennoch: Gewicht bringt Kontrolle. Es sollte also stets der schwerste, gerade noch spielbare Rahmen gewählt werden.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Material

Heutige Schläger bestehen meist aus einem Mix aus Graphit, Carbon und Titan. Jeder Hersteller hat dabei sein eigenes Know-how, wie er mit welchen Materialien und Technologien an welcher Stelle die Festigkeit erhöht für mehr Power sorgt oder das Gewicht beeinflusst. Preiswertere Schläger und Jugendschläger bestehen nur aus Graphit und/oder Titan. Sie sind weniger komfortabel, für Freizeitspieler und eben Kinder/Jugendliche aber völlig ausreichend.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Dämpfung

Die meisten Hersteller von Tennisschlägern haben Techniken entwickelt, um im Rahmen die beim Kontakt mit Ball entstehenden Vibrationen zu dämpfen. Genutzt werden vor allem integrierte Dämpfungen aus verschiedensten Materialien im Schaft oder Griff, also dort wo der "Schock" auf die Hand und den Arm übertragen wird. Der ausgeklüglete Materialmix moderner Rahmen soll ebenfalls die Gesamtdämpfung erhöhen. Spieler die zu Schmerzen in Handgelenk, Arm oder Schulter sollten auf eine ausreichende Dämpfung achten. Allerdings kann zuviel Dämpfung auch zu einem "stumpfen" Spielgefühl führen. Saitendämpfer  - Kunstoffstücke, die zwischen die mittleren Längsseiten geklemmt werden - dämpfen nur die Seiten und haben keinen Einfluss auf die Vibration des Rahmens.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Rahmenprofil

Das Höhe des Rahmens beeinflusst die Steifigkeit und damit die Beschleunigungseigenschaften eines Schlägers. Schwere, grifflastige bis ausgewogene Schläger haben Profilhöhen zwischen 20 und 23 Millimeter. Sie sind flexibler und erzeugen von sich aus weniger Power. Leichtere, ausgewogene bis kopflastige Schläger haben Profile bis 29 Millimeter. Sie sind steifer und unterstützen so die Ballbeschleunigung.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Länge

Tennisschläger müssen zwischen 27 und 29 Inches (in) bzw. 68,6 und 73,7 cm lang sein, damit sie auf Turnieren eingesetzt werden dürfen. Die Standardlänge beträgt 27 Inches. Oft gibt es von einem Schläger eine "normale" und ein verlängerte Version. Verlängerte Schläger vergrößern die Reichweite etwas bei Grundschlägen und Volleys und erhöhen ein wenig die Power des Rahmens. Lange Rahmen sind meist leichter als die Standardversion, um die Manövrierbarkeit zu gewährleisten.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Kopf-Form

Die Köpfe der meisten Schläger haben in etwa eine ovale oder Ei-Form. Einige Hersteller produzieren auch Schläger mit eher quadratischer (isometrischer) Schlagfläche, was bei gleicher Saitenzahl den Sweetspot vergrößert, da das Saitenbett aus mehr Saiten gleicher Länge gebildet wird. Als Sweetspot wird die optimale Trefferzone eines Schlägers auf dem Saitenbett bezeichnet.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Griff-Form

Die Griffe sind in der Regel achteckig, je nach Hersteller mal mit abgerundeten mal mit spitzeren Ecken. Wenige Hersteller habe auch konische oder ergonomisch optimierte Griffe im Angebot. Welche Art Griff die richtige ist, lässt sich nur durch persönliches Testen herausfinden.

Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.

Griffband

Das Griffband, das bereits beim Kauf um den Schläger gewickelt ist, wird Basisgriffband genannt. Basisgriffbänder sind um die 2 mm dick und dienen vor allem der Dämpfung von Vibrationen und dem sicheren Griff. Das Basisgriffband lässt sich zusätzlich mit Übergriffbändern (LINK) (den so genannten Overgrips) verstärken.

Dies geschieht einerseits, um die Griffstärke (siehe Produktmerkmal Griffstärke) optimal an die Hand des Spielers anzupassen, andererseits bieten Übergriffbänder zusätzlich sicheren Halt, dämpfen Vibrationen, vermeiden Blasenbildung und absorbieren Schweiß. Diese positiven Eigenschaften können dauerhaft allerdings nur zum Tragen kommen, wenn die Overgrips regelmäßig gewechselt werden. Erhältlich sind Overgrips mit verschiedenen Griffeigenschaften: soft und trocken, klebrig und gummiartig, rauh und ledrig. Die Dicke variiert zwischen 0,4 und 0,8 mm. Overgrips sind allen erdenklichen Farben erhältlich und kosten im Dreierpack zwischen 4,50 und 7 Euro. In diesem Rahmen bewegen sich auch die Kosten für ein neues Basisband.


Zuletzt aktualisiert am 01.06.2012 von Rene Wilcken.